Von meinem Arbeitgeber hatten wir zu unserer Hochzeit einen Gutschein zum Kochvergnügen mit Rainer Strobel im Hotel Spreebogen in Berlin geschenkt bekommen. Am vergangenen Wochenende war es so weit. Berlin empfing uns mit wundervollem Wetter, was wir – nebenbei bemerkt – am Sonntag zu einer Spreerundfahrt nutzten. Das kann ich für das Sightseeing uneingeschränkt empfehlen – bei gutem Wetter.
Zum Kochen: mit einem Gläschen Sekt wurden wir im Hotel Spreebogen empfangen. Der Meisterkoch ließ nicht lange auf sich warten und begrüßte uns mit seiner sehr herzlichen Art. Das Team wurde vorgestellt und war stark besetzt, der Zu-Chef Strobels im Hotel Spreebogen sowie ein Weinexperte waren am Start.
Vier Gänge waren zu Kochen und wir mußten nicht wirklich schuften, so wie man es von eigenen Kocheskapaden kennt. Vor jedem Gang ging es in die Küche, dort wurde in reichlichen Mengen der Wein des zu kochenden Ganges geschlürft und den Worten Strobels gelauscht, der auf sehr lockere, begeisternde und niemals belehrende Weise die Zubereitung des erstklassigen Essens erläuterte und praktische Tipps gab. Bei jedem Gang gab es eine oder mehrere Gelegenheiten zum Mitmachen. Höhepunkte hier waren das fachgerechte Spargelschälen und das Öffnen und sezieren von Jakobsmuscheln. Danach ging es jeweils an die festlich gedeckte Tafel, wo der Somelier Information zum aktuellen Wein gab und erläuterte, warum der so vortrefflich zum vorliegenden Gang passt.
Das Ganze war in der Tat ein Kochvergnügen. Man mag sich denken, dass das Essen – vielleicht durch unseren eher geringeren Einfluss? – vortrefflich war. Das Konzept ist wohldurchdacht, die Macher führen mit Gelassenheit durch das Programm und gehen auf alle Fragen ein. Strobel erweiterte die Karte sogar spontan, indem er zum Beispiel neben geschmorter Lammschulter auch noch gebratene Lammkeule zubereitete, um mal den geschmacklichen Unterschied aufzuzeigen.
Vielen Dank noch mal an meine Firma, wir haben das Geschenk in vollen Zügen genossen.










Marc Zacher




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