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	<description>Marc Zacher - Weblog und Lifestream</description>
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		<title>Marathon in Palma de Mallorca</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Nov 2007 18:44:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc</dc:creator>
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Es wird Zeit, hier mal kurz zu berichten, wie es mir bei meinem Marathonversuch ergangen ist. Einen Tag vor der Abreise nach Mallorca am Donnerstag vor dem Lauf wachte ich mit Hals- und Gliederschmerzen auf. Don&#8217;t panic &#8211; dachte ich und tatsächlich hatte ich lediglich ein leichtes Kratzen im Hals, als wir tags darauf von [...]]]></description>
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<p>Es wird Zeit, hier mal kurz zu berichten, wie es mir bei meinem Marathonversuch ergangen ist. Einen Tag vor der Abreise nach Mallorca am Donnerstag vor dem Lauf wachte ich mit Hals- und Gliederschmerzen auf. Don&#8217;t panic &#8211; dachte ich und tatsächlich hatte ich lediglich ein leichtes Kratzen im Hals, als wir tags darauf von Düsseldorf nach Palma flogen. Am nächsten Tag hatte mich eine dicke Erkältung fest im Griff. Trotzdem blieb ich optimistisch, am Samstag stand noch einmal ein leichtes Läufchen auf dem Programm. Dabei weigerte sich der Puls in den aktiven Bereich zu schalten, ich fühlte mich elend. Da ich kein Fieber hatte stand ich am Sonntag dann pünktlich um 9.00 Uhr am Start am Paseo Maritimo in Palma. Meine Zielvorgabe von 5 Min./KM liess sich zunächst gut im passenden Pulsbereich verwirklichen. Die ersten 10 KM am Hafen lief ich voll im Plan und größtenteils mit Ludger gemeinsam, etwas schneller als 5 Min./KM. Auf dem Weg in die Altstadt konnte ich auf der Gegenseite Sille und Heidi zuwinken. Das folgende Stück durch die Altstadt Palmas war das aufregendste am ganzen Marathon, selbst das Gefälle machte mir nicht zu schaffen. Es war genial aus den dunklen Gassen heraus vor der Kathedrale her zu laufen und den Sonnenblick auf Hafen und Meer zu geniessen.<br />
Bei KM 20 war dieses Kapitel dann auch beendet. Rechts ging es ins Halbmarathonziel, der Weg dem Ludger, Heidi und Sille wenig später folgen sollten, links erwartete mich die &#8220;kleine Schleife&#8221; nach El Arenal. Den Halbmarathon passierte ich nach 1:44h, voll im Plan. Die folgenden Kilometer bis nach Arenal waren auf langweiliger Strecke und es wurde wärmer. Dem schob ich zunächst zu, dass ich mich nicht so toll fühlte. Bei 28 KM (2/3) wusste ich, dass dieser Tag nicht ohne Qualen zu Ende gehen sollte. Ab hier konnte ich meinen Schnitt nicht mehr halten, nach dem Wendepunkt in Arenal &#8211; mit der besten Stimmung an der ganzen Strecke &#8211; war ich völlig geschwächt und musste mich hinsetzen.<br />
Was tun? Bus nach Palma? Kampf mit dem Schweinehund, so viele Kilometer Vorbereitung &#8230; also zurück auf die Strecke, gehen, essen und trinken und dann wieder ein ganz langsamer Trott. In diesem Dreiklang quälte ich mich die unendlichen Strandpromenaden entlang Richtung Palma, die Kathedrale mit jedem Kilometer fester im Blick. Meine schmerzenden Bronchien liessen mich zweifeln, ob das wirklich richtig war, was ich da tat.</p>
<p>Und dann passierte ich KM 40. Meine Beine wurden leichter und ich musste schlucken, weil ich es nicht fassen konnte, dass ich da angekommen bin. Mittlerweile wieder auf der Promenade von Palma zündete mein Endorphin-Turbo und ich konnte wieder um die 5 Min./KM laufen. Auf der Zielgerade grüßte ich freudig die drei Halbmarathonrecken, lief über die Zielmatte, schickte einige Zuschauer am Absperrgitter beiseite und entledigte mich der vielen Liter Gatorade, die ich mir fürs Durchhalten eingeflößt hatte. Plötzlich tippte mir Ludger, der herbeigeeilt war auf die Schulter und wies mich darauf hin, dass dies Zielbogen und -matte für die 42KM Marke ist, das Ziel sei 195 Meter weiter &#8230;</p>
<p>Aber auch das erreichte ich noch bei Bewusstsein. Ich konnte mich recht schnell erholen und Bilanz ziehen: 3:44,05h hatte ich am Ende gebraucht. 14 Minuten langsamer als mein Ziel von 3:30h. Für die letzten 12 Kilometer habe ich 1:14h gebraucht, das ist ein Schnitt von 6:10 Minuten/KM. Bis KM 30 2:30 Stunden, also 5 Min./KM. Damit bin ich unter den Bedingungen sehr zufrieden. Zumal ich damit 4 Minuten vor einem erstaunlich fitten Mickie Krause im Ziel war. &#8220;Du hast die Haare schön!&#8221;</p>
<p>Sille, Heidi und Ludger haben den Halbmarathon in hervorragenden Zeiten erreicht. Heidi hat nach schwerer Krankheit hat an diesem Tag sicher den größten Sieg von uns allen gefeiert.</p>
<p>Trotz der Qualen war dies nicht mein letzter Marathon. Ich werde als nächstes in Berlin laufen. Nicht unbedingt nächstes Jahr aber innerhalb der nächsten drei Jahre. Dabei will ich mein verpasstes Ziel von 3:30h auf jeden Fall erreichen, vielleicht geht es sogar etwas schneller.</p>
<p>Zum Schluß sei noch schnell angemerkt, dass wir auch ein paar Tage Urlaub gemacht haben. Danke Heidi und Ludger für Eure Gastfreundschaft. <a href="http://www.flickr.com/photos/bbobb/sets/72157602704614995/">Es war wundervoll</a>!</p>
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